Die Erhaltung einer gesunden Nagelhaut ist überraschend wichtig – nicht nur aus ästhetischen Gründen, sondern auch zur Vorbeugung von Infektionen und zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Nagelwachstums. Dermatologen und Nagelprofis sind sich einig: Die Frage ist nicht, ob man sie pflegt, sondern wie. Das Ignorieren der Nagelhaut kann zu Problemen wie Rötungen, Schwellungen und sogar Pilzinfektionen führen. Daher ist es wichtig, ihren Zweck und die richtige Pflege zu verstehen.
Die Rolle der Nagelhaut: Mehr als nur das Aussehen
Die Nagelhaut fungiert als natürliche Versiegelung und verhindert, dass Wasser, Feuchtigkeit und Bakterien in den Nagel eindringen. Betrachten Sie sie als den „Fugenmörtel“ zwischen den Fliesen, der für den Schutz unerlässlich ist. Während das lebende Gewebe rund um den Nagel wächst, besteht die Nagelhaut selbst aus abgestorbenen Zellen, weshalb eine sanfte Pflege unerlässlich ist.
Schneiden oder nicht schneiden? Die endgültige Antwort
Experten raten mit überwältigender Mehrheit von einer vollständigen Nagelhautentfernung ab. Eine schwere Beschädigung oder ein Schnitt beeinträchtigt diese Schutzbarriere und erhöht das Risiko von Infektionen wie Paronychie (Rötung, Schwellung und Druckempfindlichkeit). Für einen sauberen Maniküre-Look ist es akzeptabel, die Nagelhaut vorsichtig zurückzuschieben, aber vermeiden Sie aggressives Trimmen. Chronische Schäden können zu Nagelverfärbungen und unregelmäßigem Wachstum führen.
Eine tägliche Nagelhautpflege-Routine: Drei einfache Schritte
Eine wirksame Nagelhautpflege sollte ebenso zur Routine gehören wie die Befeuchtung Ihres Gesichts. Befolgen Sie diese Schritte täglich:
- Erweichung: Versorgt die Nagelhaut mit Feuchtigkeit, nachdem Sie geduscht oder die Fingerspitzen nur eine Minute lang in warmem Wasser eingeweicht haben. Trockene Nagelhaut bricht leichter, daher ist es wichtig, sie aufzuweichen.
- Zurückschieben: Schieben Sie die Nagelhaut vorsichtig mit einem orangefarbenen Stift oder Waschlappen zurück zur Nagelbasis. Konsequente tägliche Pflege verhindert Überwucherung.
- Feuchtigkeitsspendend: Tragen Sie mehrmals täglich Nagelhautöl (Jojoba ist eine gute Wahl) oder sogar Vaseline/Aquaphor auf. Für eine bessere Durchblutung einmassieren.
Beschädigte Nagelhaut behandeln: Kneifen und Peeling
Bei ausgefranster oder sich ablösender Nagelhaut schneiden Sie lose Haut vorsichtig mit einer sauberen Zange ab. Auch ein Peeling mit einer Milchsäure- oder Urea-Creme kann helfen, überschüssige Haut abzubauen, ohne sie vollständig zu entfernen. Salzpeelings auf Ölbasis einmal pro Woche können die Haut zusätzlich peelen und Hängenägeln vorbeugen.
Maniküre und Nagelhautgesundheit: Worauf Sie achten sollten
Wenn Sie eine Maniküre durchführen lassen, bitten Sie Ihren Techniker, die Nagelhaut zurückzuschieben, anstatt sie zu schneiden. Vermeiden Sie flüssige Nagelhautentferner, da diese schädlich sein können. Wenn ein Trimmen erforderlich ist, stellen Sie sicher, dass dies nur an lockerer, hängender Haut erfolgt, nachdem Sie zuvor die Nagelhaut zurückgeschoben haben.
Letztendlich hängt die Gesundheit der Nagelhaut mehr von einer konsequenten häuslichen Pflege als von einer Maniküre ab. Das Zupfen oder Kauen an der Nagelhaut ist weitaus zerstörerischer als professionelle Behandlungen.
Das Fazit: Die Priorisierung der Nagelhautpflege – durch sanfte Flüssigkeitszufuhr, Zurückdrängen und Vermeiden von grobem Entfernen – führt innerhalb weniger Wochen zu spürbaren Verbesserungen der Nagelgesundheit und des Aussehens. Es ist ein minimaler Aufwand für maximale Ergebnisse.
































