Chloe Kim: Psychische Gesundheit, die Olympischen Spiele 2026 und die Suche nach Zen

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Chloe Kim, die dominierende Kraft im Snowboarden, bereitet sich nicht nur auf die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand Cortina vor – sie definiert ihre Beziehung zum Sport und zu sich selbst neu. Nach einem Burnout nach den Spielen in Peking, der sie beinahe in den Ruhestand getrieben hätte, hat Kim ihr Leben auf geistiges und emotionales Wohlbefinden umgestellt und erkannt, dass nachhaltiger Erfolg mehr als nur körperliche Leistungsfähigkeit erfordert.

Vom Burnout zum Gleichgewicht

Die Olympischen Spiele 2022 führten dazu, dass Kim erschöpft war und das Gefühl hatte, Snowboarden sei zu einem giftigen Kreislauf aus Höhen und Tiefen geworden. Sie verglich den Druck mit einer volatilen Beziehung: berauschend, wenn es funktionierte, erdrückend, wenn es nicht funktionierte. Anstatt wegzugehen, traf Kim eine bewusste Entscheidung, sich zu ihren Bedingungen wieder zu engagieren und der langfristigen Erfüllung Vorrang vor kurzfristigem Ruhm zu geben. Das bedeutete, sich mit unbequemen Wahrheiten über ihr eigenes Wohlbefinden auseinanderzusetzen und sich zu einem gesünderen Ansatz zu verpflichten.

Die Lösung war keine dramatische Überarbeitung, sondern ein schrittweiser Wandel hin zu Selbstmitgefühl und dem Setzen von Grenzen. Kim suchte eine Therapie, um ein tiefsitzendes Trauma infolge jahrelanger intensiver Konkurrenz und Online-Belästigung zu verarbeiten. Sie lernte, ihre Identität von ihren Errungenschaften zu trennen und nahm eine Denkweise an, die als „weises erwachsenes Selbst“ galt und ihre geistige Gesundheit über alles andere stellte.

Der Zen-Raum als Zufluchtsort

Diese interne Arbeit manifestiert sich auf greifbare Weise. Kim verwandelte ein Gästezimmer in ihrem Haus in Los Angeles in einen „Zen-Raum“ – eine Oase voller Pflanzen, in die sie sich zum Entspannen zurückzieht. Dieser Raum ist nicht nur ästhetisch; Es symbolisiert ihr Engagement für Selbstfürsorge und ist eine körperliche Erinnerung daran, dass Ruhe und Erholung genauso wichtig sind wie Training.

Dabei geht es nicht darum, Druck zu vermeiden; es geht darum, es zu verwalten. Kim erkennt die einzigartige Intensität ihrer Karriere an – vom frühen Druck der Erwartungen an Wunderkinder bis hin zur ständigen Prüfung, Olympiasiegerin zu sein. Der Zen-Raum und ihre Therapiesitzungen sind keine Fluchtmöglichkeiten, sondern vielmehr Werkzeuge, um mit diesem Druck mit Belastbarkeit und Selbstbewusstsein umzugehen.

Reframing-Wettbewerb für 2026

Bei Kims Vorbereitung auf die Spiele 2026 geht es nicht nur darum, neue Tricks zu perfektionieren. Sie konzentriert sich darauf, den Prozess zu genießen, unabhängig vom Ergebnis. Diese veränderte Denkweise spiegelt einen breiteren Trend im Spitzensport wider, wo Sportler zunehmend lautstark dafür plädieren, der psychischen Gesundheit neben der körperlichen Leistungsfähigkeit Vorrang einzuräumen.

Ihr Trainingsprogramm bleibt streng – Ganzkörper-Krafttraining, Cardio, Pilates und eine proteinreiche Ernährung. Der Unterschied besteht nun jedoch darin, dass diese Aktivitäten auf Selbstfürsorge und nicht auf Verpflichtung beruhen. Kim hat gelernt, auf ihren Körper zu hören, ihre Grenzen zu respektieren und bei Bedarf Ruhe in den Vordergrund zu stellen.

Jenseits des Podiums

Kims Wirkung reicht über die Halfpipe hinaus. Als Mitbegründerin von TOGETHXR, einem Medien- und Handelsunternehmen, das sich auf den Frauensport konzentriert, arbeitet sie aktiv daran, die Stimmen von Frauen zu stärken und eine integrativere Sportlandschaft zu schaffen. Dieses Engagement für die Repräsentation fügt ihrem Vermächtnis eine weitere Ebene hinzu und stellt sicher, dass ihr Erfolg nicht nur aufstrebende Sportler, sondern auch marginalisierte Gemeinschaften inspiriert.

Chloe Kims Reise ist ein Beweis für die Kraft der Selbsterkenntnis und des Setzens von Grenzen. Sie bereitet sich nicht nur auf weitere Olympische Spiele vor; Sie beschreitet einen Weg, bei dem die geistige Gesundheit genauso hoch geschätzt wird wie sportliche Leistung. Ihre Geschichte unterstreicht, dass wahrer Erfolg nicht durch Medaillen definiert wird, sondern durch die Fähigkeit, erfolgreich zu sein – sowohl auf als auch abseits des Schnees.