Hören Sie auf, zu viel über Ihren Stuhlgang nachzudenken: Der Rat eines Arztes

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Viele Menschen haben mit unregelmäßigen oder unangenehmen Stuhlgewohnheiten zu kämpfen, wobei bis zu 20 % der Amerikaner unter chronischer Verstopfung leiden. Eine Gastroenterologin, Dr. Trisha Pasricha, argumentiert, dass das Problem darin besteht, zu viel über die Toilettengangsroutine nachzudenken – und dass es die Lösung ist, einfach zu gehen, wenn man den Drang verspürt.

Warum wir das Kacken kompliziert machen

Seit Jahren halten sich die Menschen an selbst auferlegte oder gesellschaftliche Erwartungen darüber, wie oft sie gehen sollten. Dies erzeugt unnötige Ängste und kann Verdauungsprobleme sogar verschlimmern. Die Realität ist, dass es eine große Bandbreite dessen gibt, was als gesund gilt: von dreimal am Tag bis dreimal pro Woche. Ihre ideale Häufigkeit hängt von der Ernährung, dem Aktivitätsniveau, dem Stress und sogar hormonellen Schwankungen ab.

Die biologische Realität: Warum Frauen vor einzigartigen Herausforderungen stehen

Frauen leiden häufig unter mehr Verdauungsbeschwerden als Männer, da sich in ihrem Darm mehr Mastzellen befinden. Auch hormonelle Veränderungen während des Menstruationszyklus spielen eine Rolle. Steigende und fallende Progesteronspiegel beeinflussen die Geschwindigkeit der Magenentleerung, und Prostaglandine (die für Krämpfe verantwortlich sind) können die Darmkontraktionen anregen, was zu ungünstigen Zeiten zu Durchfall führen kann.

Der „No Judgement“-Ansatz

Pasrichas Rat ist einfach: Hören Sie auf, sich selbst oder Ihren Körper zu verurteilen, wenn der Drang überkommt. Viele Menschen verzögern den Ausstieg aus sozialer Peinlichkeit, was paradoxerweise alles noch schlimmer machen kann. Das Festhalten kann zu härterem, trockenerem Stuhl führen, der schwieriger zu passieren ist.

„Wenn Sie den Drang ignorieren, hört Ihr Dickdarm möglicherweise auf, sich zusammenzudrücken, und Sie müssen sich später stärker anstrengen.“

Was man dagegen tun kann

Die wichtigste Erkenntnis besteht darin, auf Ihren Körper zu hören und zu gehen, wenn es nötig ist. Machen Sie sich keine Sorgen darüber, ob es „der richtige Zeitpunkt“ ist oder ob Ihr Stuhlgang „normal“ aussieht. Wenn Sie besorgt sind, machen Sie ein Foto und zeigen Sie es Ihrem Arzt, aber vermeiden Sie unnötige Selbstkontrolle.

Wann Sie Hilfe suchen sollten

Während die meisten Abweichungen normal sind, erfordern bestimmte Symptome ärztliche Hilfe:

  • Roter, kastanienbrauner oder schwarzer Stuhl (kann auf eine Blutung hinweisen)
  • Plötzliche, starke Bauchschmerzen
  • Stuhlgang, der Sie nachts weckt

Wenn Verdauungsprobleme Ihr tägliches Leben beeinträchtigen, zögern Sie nicht, einen Arzt aufzusuchen.

Letztendlich geht es bei gesunden Stuhlgewohnheiten nicht um starre Zeitpläne oder Selbstkritik. Es geht darum, auf die natürlichen Signale Ihres Körpers zu reagieren, ohne sich zu schämen oder zu viel nachzudenken.