Sechs Sätze, die Großeltern ihren Enkelkindern nicht sagen sollten

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Großeltern spielen eine wichtige Rolle im Familienleben und bieten oft Liebe, Unterstützung und wertvolle Erinnerungen. Allerdings können selbst gut gemeinte Worte manchmal unbeabsichtigte Folgen haben, insbesondere wenn es um das Selbstwertgefühl und das Vertrauen eines Kindes geht. Experten der Kinderpsychologie haben mehrere gängige Ausdrücke identifiziert, die Großeltern vermeiden sollten, um eine gesunde und sichere Beziehung zu ihren Enkelkindern aufzubauen.

Untergrabung der elterlichen Autorität: „Sagen Sie es Ihren Eltern nicht …“

Die Förderung der Geheimhaltung zwischen Großeltern und Enkelkind – sei es über zusätzliche Leckereien oder längere Schlafenszeit – schädigt die Eltern-Kind-Beziehung. Dieses Verhalten untergräbt das Vertrauen in die elterlichen Regeln und kann langfristige Folgen haben. Noch gefährlicher ist, dass es Kindern beibringt, dass es akzeptabel ist, Informationen zu verbergen, die in schädlichen Situationen ausgenutzt werden könnten. Stärken Sie stattdessen die Ehrlichkeit und den Respekt vor den elterlichen Grenzen.

Körperbild und Selbstwertgefühl: „Du wirst so groß! Hast du zugenommen?“

Kommentare über das Gewicht oder die körperliche Erscheinung eines Kindes, selbst scheinbar beiläufige, können dessen Körperbild und Selbstwertgefühl nachhaltig schädigen. Kinderpsychologen betonen, dass solche Bemerkungen zu Unsicherheit und Essstörungen beitragen. Vermeiden Sie Vergleiche („Du bist jetzt so viel größer als dein Bruder!“) und konzentriere dich stattdessen auf echte, positive Interaktionen. Offene Fragen zu Interessen und Aktivitäten sind weitaus konstruktiver.

Food Shaming: „Wow, du hast mehr gegessen als ich!“

Das Kommentieren der Essgewohnheiten eines Kindes – sei es Lob oder Kritik – stört dessen natürliches Hungergefühl und kann zu ungesunden Beziehungen zum Essen führen. Kinder müssen lernen, auf ihren Körper zu hören, ohne von außen beurteilt zu werden. Modellieren Sie gesunde Ernährung, indem Sie selbst einen achtsamen Konsum demonstrieren.

Anspruch und Dankbarkeit: „Du bist so verwöhnt.“

Ein Kind als „verwöhnt“ zu bezeichnen, geht selten auf die Ursache seines Verhaltens ein. Häufiger ist dies auf inkonsistente Erziehung oder erlernte Muster zurückzuführen. Anstatt dem Kind die Schuld zu geben, besprechen Sie die Situation mit den Eltern oder verzichten Sie einfach auf ein Urteil.

Grenzüberschreitungen: „Kommen Sie besser her und umarmen oder küssen Sie mich!“

Einem Kind Zuneigung aufzuzwingen, verletzt seine persönlichen Grenzen und lehrt es, sein eigenes Wohlbefinden zu ignorieren. Bitten Sie stattdessen um Zustimmung („Ich würde Sie gerne umarmen. Ist das in Ordnung?“) und respektieren Sie ihre Antwort, auch wenn sie „Nein“ lautet. Dies unterstreicht die Bedeutung der körperlichen Autonomie und gesunder Grenzen.

Missachtung der Erziehungsentscheidungen: „Deine Eltern irren sich in …“

Erziehungsstile entwickeln sich weiter und Großeltern sind möglicherweise mit den aktuellen Ansätzen nicht einverstanden. Allerdings untergräbt die öffentliche Kritik an den Eltern eines Kindes deren Autorität und führt zu Konflikten. Sofern keine ernsthaften Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des Kindes bestehen, behalten Sie Ihre Meinung für sich und sprechen Sie Probleme direkt mit den Eltern an.

Letztendlich erfordert die Pflege einer liebevollen und unterstützenden Beziehung zu Enkelkindern eine achtsame Kommunikation. Indem Großeltern diese giftigen Phrasen vermeiden und den Respekt vor Grenzen in den Vordergrund stellen, können sie positiv zum emotionalen Wohlbefinden ihrer Enkelkinder beitragen und sich ihren Platz als vertrauenswürdige und geschätzte Figuren in ihrem Leben sichern.