Eine neue Studie, die in JAMA Oncology veröffentlicht wurde, weist auf einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem hohen Verzehr von hochverarbeiteten Lebensmitteln und einem erhöhten Risiko für präkanzeröse kolorektale Polypen hin, insbesondere bei Frauen unter 50. Die Forschung trägt zu den wachsenden Beweisen bei, dass diese Lebensmittel, die mittlerweile in der US-amerikanischen Ernährung vorherrschen, möglicherweise zum alarmierenden Anstieg von Darmkrebs im Frühstadium beitragen.
Die Ergebnisse der Studie
Forscher analysierten Daten von über 29.000 Frauen, die an der langjährigen Nurses’ Health Study teilnahmen. Frauen, die die am stärksten verarbeiteten Lebensmittel zu sich nahmen – etwa 10 Portionen täglich –, zeigten ein um 45 % höheres Risiko, Adenome zu entwickeln, eine Art präkanzeröser Polyp. Wenn diese Polypen unentdeckt bleiben, können sie sich zu einem ausgewachsenen Darmkrebs entwickeln.
Obwohl es sich bei der Studie um eine Beobachtungsstudie handelt und sie keinen Kausalzusammenhang beweist, stellt sie einen starken Zusammenhang zwischen der Aufnahme hochverarbeiteter Lebensmittel und der Polypenentwicklung her. Dies ist besonders besorgniserregend, wenn man bedenkt, dass mittlerweile 70 % der US-Nahrungsmittelversorgung aus diesen stark hergestellten Produkten besteht.
Warum das wichtig ist
Die Darmkrebsraten bei jüngeren Erwachsenen steigen, ein Trend, der Experten seit Jahren verwirrt. Der Aufstieg hochverarbeiteter Lebensmittel voller künstlicher Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe und übermäßigem Zucker ist jetzt ein Hauptverdächtiger. Hier geht es nicht nur um Krebs; Diese Lebensmittel werden auch mit Fettleibigkeit, Herzerkrankungen und Stoffwechselstörungen in Verbindung gebracht.
Der Zusammenhang liegt in mehreren Faktoren:
- Geringe Nährwerte: Diäten, die von hochverarbeiteten Lebensmitteln dominiert werden, mangelt es an lebenswichtigen Nährstoffen, Ballaststoffen und nützlichen Verbindungen, die in Vollwertkost enthalten sind.
- Störung des Darmmikrobioms: Zusatzstoffe und künstliche Inhaltsstoffe können das Darmmikrobiom negativ beeinflussen, Entzündungen verstärken und die Abwehrkräfte des Körpers schwächen.
- Fettleibigkeitsrisiko: Diese Lebensmittel sind oft kalorienreich und tragen zur Gewichtszunahme bei, einem bekannten Risikofaktor für Darmkrebs im Frühstadium.
So reduzieren Sie Ihr Risiko
Experten empfehlen, nach Möglichkeit vollwertige, unverarbeitete Lebensmittel zu bevorzugen. Die Strategie ist einfach: „Verdrängen“ Sie hochverarbeitete Produkte, indem Sie Ihren Teller zuerst mit magerem Eiweiß, Obst, Gemüse und Vollkornprodukten füllen. Die Reduzierung des Konsums muss nicht alles oder nichts sein; Selbst kleine Änderungen können einen Unterschied machen.
Dr. Saumya Maru vom Institut für Krebsforschung am Fox Chase Cancer Center betont, dass eine herzgesunde Ernährung in Kombination mit einem aktiven Lebensstil Vorteile bringen kann, die über die Krebsprävention hinausgehen.
„Obwohl es unwahrscheinlich ist, dass gelegentlicher Genuss schädlich ist, sollte angesichts dieser Erkenntnisse eine anhaltend hohe Aufnahme hochverarbeiteter Lebensmittel überdacht werden.“
Wenn in Ihrer Familie Darmkrebs aufgetreten ist oder Sie sich Sorgen um Ihre Darmgesundheit machen, konsultieren Sie einen Arzt bezüglich geeigneter Vorsorgeuntersuchungen und Ernährungsrichtlinien. Früherkennung ist nach wie vor von entscheidender Bedeutung für die Behandlung dieser immer häufiger auftretenden Krankheit.

































